Zucht von Ryukin - Fantail Goldfischen in 2005
 

Nachdem in den letzten Monaten in allen mit Ryukin, Fächerschwanz oder Fransenschwanz besetzten Goldfisch Aquarien regelmässig im Abstand von etwa 14 Tagen gelaicht wurde sollten der diesjährige Beginn sowie die Elterntiere einer neuen Nachzucht nicht dem Zufall überlassen werden.

 
Am 30.01.05 wurde so ein laichbereits Paar einem Aquarium entnommen und für die künstliche Befruchtung gestreift.
Die künstliche Befruchtung wurde in einem kleinen 4,5 Liter Fotobecken vorgenommen.
Angewandt wurde das sogenannte Naßverfahren wobei als erstes das Weibchen mit der Hand gestreift und dabei der Laich im kleinen Fotobecken und über etwas Hornkraut in diesem Becken verteilt wurde. Direkt anschliessend wurde das Männchen gestreift und dessen Spermien ebenfalls direkt in das Becken gegeben. Allgemein wird empfohlen als erstes das Männchen zu streifen, aber das habe ich leider zu spät gelesen :-)
Nach dieser Prozedur wurde das Wasser etwas gerührt.

Das Hornkraut wurde nach einer halben Stunde mit dem daran klebenden Laich entnommen und in ein 2. Aufzuchtbecken gegeben, das Fotobecken einfach in ein grösseres halb mit Wasser gefülltes Aufzuchtbecken (54 Liter) gestellt.
In den nächsten Tagen entwickelte sich der Laich sehr gut, nur ganz wenige Laichkörner verpilzten.
So schwamm dann nach 8 Tagen eine große Anzahl kleiner Jungfische in 2 Aufzuchtbecken.
Das noch sehr junge Zuchtpaar, rechts das Weibchen, hat die Prozedur bislang gut überstanden.

 

 

 

 

Entwicklung von Jungfischen
 

Die nachfolgenden Bilder zeigen die Entwicklung von Jungfischen in einem Zeitraum von 8 Tagen von der Befruchtung bis zum Schlupf
 

 
Sperma eines gestreiften Goldfisches
 

 
Entwicklung der Jungfische nach 24 Stunden
 

 
Entwicklung der Jungfische nach 48 Stunden
 
 

 
Unter dem Mikroskop geplatztes Ei und
Jungfisch im 2. Ei nach 72 Stunden
 

 
 

Etwas Verwirrung gab es zum linke Bild:
Eindringen einer Goldfischspermie in ein Goldfischei war die erste Idee, ist es aber nicht.
Es handelt sich um ein Glockentierchen welches sich mit seinem Stiel auf diesem Ei niedergelassen hat.
Erfahren habe ich auch, dass dieser Stiel ziehharmonikaartig zusammenzogen werden kann, z.B. wenn sich das Tierchen erschrickt. Die Nahrung wird an der Glockenöffnung eingestrudelt.
 
Weitere interessante Mikroskopieaufnahmen...
 

Diese Bilder wurden gemacht von: Angela Zobel, D 46047 Oberhausen

 
Die Aufzucht
 

In den ersten 4 Tagen, nachdem die Brut frei schwamm, wurden die Jungfische wieder wie die Jungfische 2004 überwiegend mit Eigelb aus hartgekochtem Ei, danach mit lebenden Artemien und Staubfutter gefüttert.
Das Staubfutter wurde diesmal aus Koigranulat mit einem Mörser selbst hergestellt.

In einem Dschungel aus Vallisnerien wachsen die 3 Wochen alten Jungfische heran:

Hier gibt es unter anderem ein Video der 3 Wochen alten Brut sowie ein Video des Herzschlages einer Goldfischlarve.

 
Nach 50 Tagen werden die Farben der nun etwa 2,5 cm langen Kaliko-Fische deutlicher:

 
Übersicht der Entwicklung von jungen Goldfischen
 

Durch Klick auf das Bild erhalten Sie es in Originalgröße [500 kB]

 
Einige der Jungfische 2005 in einem Alter von etwa 4,5 Monaten
 

 
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 18.08.2005